EUR/USD wird wahrscheinlich in Reichweite handeln, da die Euro-Stärke nachlässt
Der Euro (EUR) hat in letzter Zeit seine Muskeln spielen lassen, aber laut den FX-Strategen der UOB Group könnte sich dieser Trend seinem Ende nähern. Sie gehen davon aus, dass das EUR/USD-Paar vorerst wahrscheinlich zwischen 1,0845 und 1,0945 schwanken wird.
Kurz- und mittelfristige Prognosen
In naher Zukunft wird prognostiziert, dass das EUR/USD-Paar zwischen 1,0885 und 1,0935 oszillieren wird. Auch wenn es eine geringe Chance auf eine Aufwärtsbewegung gibt, scheint ein lang anhaltender Durchbruch über 1,0920 USD unwahrscheinlich. Mittelfristig könnte ein Durchbruch unter 1,0885 ein Zeichen dafür sein, dass der jüngste Anstieg der Euro-Macht nachgelassen hat, und das Paar könnte in eine Range-Trading-Phase zwischen 1,0845 und 1,0945 eintreten.
Rückgang des US-Dollars stützt EUR/USD-Paar
Die Abwertung des US-Dollars (USD) hat dem EUR/USD-Paar eine gewisse Unterstützung verliehen. Die Marktteilnehmer kalkulieren die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed im September ein, was den USD untergraben hat. Im Gegensatz dazu hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze stabil gehalten und keine Zinssenkungen für ihre bevorstehende Sitzung angedeutet. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Notwendigkeit betont, trotz der deflationären Tendenzen in der Eurozone die hohen Zinsen beizubehalten.
Die Dominanz des Euro im Welthandel
Der Euro ist im globalen Devisenhandel stark vertreten und mit einem Anteil von 31 % an allen Devisentransaktionen die am zweithäufigsten gehandelte Währung. Die EZB, die die Zinssätze festlegt und die Geldpolitik steuert, zielt in erster Linie darauf ab, die Preisstabilität zu wahren. Wirtschaftsindikatoren wie das BIP, die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie Umfragen zur Verbraucherstimmung können die Richtung des Euro beeinflussen.
Marktausblick: EUR/USD-Paar
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das EUR/USD-Paar in naher Zukunft wahrscheinlich innerhalb einer bestimmten Spanne bewegen wird, da die Dominanz des Euro nachlässt und der USD schwächer wird. Die Marktstimmung tendiert zu einer Zinssenkung der Fed im September, was zum Rückgang des USD beiträgt. Der Ansatz der EZB, der sich auf Daten stützt und den Schwerpunkt auf die Beibehaltung hoher Zinsen legt, wird sich ebenfalls auf die Entwicklung des Euro auswirken. Tradern wird empfohlen, die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten und die wichtigsten Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für potenzielle Trading-Gelegenheiten genau im Auge zu behalten.



